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Zalaegerszeg

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Die Geschichte von Zalaegerszeg

Die erste schriftliche Aufzeichnung, in der die Stadt erwähnt wurde, stammt aus 1247. Der Name weist auf eine Siedlung hin, die im von den Flüssen Zala und Válicka umarmten, einst an Erlen (eger) reichen Winkel (szeg) lag. Die am unentbehrlichen Wasser reiche, Schutz und Nahrung bietende, waldreiche Region war schon seit Jahrtausenden bewohnt. varostortenet_02Am Gébárti-Stausee wurden prähistorische Funde, im Stadteil Andráshida keltische Waffen, an mehreren Orten im Stadtgebiet römische Öllichter, in der Nähe des Zrínyi Gymnasiums und im Stadtteil Ola Gräber aus dem frühen Mittelalter freigelegt.

Die Stadt hat sich im 19. und 20. Jahrhundert siebzehn einst selbstständige Dörfer einverleibt. Die Geschichte von Egerszeg wird heute auch durch ihre Vergangenheit bereichert; Gébárt, das früher Lovászi genannte Andráshida, Ola, Pózva, Bekeháza, Vorhota, Csács, Bozsok, Besenyő, Neszele, Ebergény, Bazita, Botfa, Kaszaháza, Apátfa und Erzsébethegy. (Die erste schriftliche Aufzeichnung von Gébárt und Andráshida stammt aus 1211, die von Ola aus dem Jahr 1236.) Die Kirchen von Zalabesenyő, Andráshida und Csács sind Baudenkmäler aus dieser frühen Zeit.

varostortenet_03Die Herren der Stadt hatten öfters gewechselt, sie befand sich seit dem 15. Jahrhundert im Besitz des Bischofs von Veszprém und seit 1777 in dem des Bischofs von Szombathely. Zalaegerszeg war eine Stadt mittlerer Größe mit Marktrecht und hatte erst zur Zeit der Türkengefahr an Bedeutung gewonnen, als ihr Bischofsschloss am heutigen Deák Platz zu einer Burg umgebaut wurde. Nachdem 1600 Kanizsa von türkischen Truppen besetzt worden war, verlegte der Vizehauptmann der westungarischen Truppen seinen Sitz hierher. Die einst an der Erdoberfläche sichtbaren Spuren der Burg sind schon längst verschwunden, aber die Überreste ihrer Tragpfähle kommen bei Bauarbeiten immer wieder zum Vorschein.

Obwohl hier auch schon früher Komitatsversammlungen abgehalten wurden, wurde die Stadt erst 1732 auch offiziell zum Komitatssitz. In dieser Zeit wurde das Komitatshaus erbaut. In den nächstfolgenden Jahrzehnten folgten ihm dann die Maria Magdalena Stadtpfarrkirche, die Kalvarienkapelle, die Friedhofskapelle in Ola, das im 20. Jahrhundert erweiterte Pfarrhaus und ein Umzugsquartier für Offiziere. Dieses diente nach 1872 als Komitatshaus und beherbergt heute verschiedene Ämter und das Komitatsarchiv.

Die Stadt hatte im Reformzeitalter als Komitatssitz mehrmals landesweit das Interesse geweckt. Hier begann die öffentliche Laufbahn von László Csány und Ferenc Deák. Die Entwicklung der Stadt war trotzdem langsam. Sie lag weit von den wichtigen Handelswegen entfernt und musste wegen ihrer ungünstigen orographischen Lage auch lange auf die Eisenbahn verzichten. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie durch das Gleis zwischen Ukk und Čakovec mit der Außenwelt verbunden und an die Linie Sopron-Nagykanizsa angeschlossen.

varostortenet_041885 erhielt sie Stadtrecht und begann sich demnach spektakulär zu entwickeln. Das Gymnasium, das heutige Museumsgebäude, das Hotel, die Stockwerkshäuser am Hauptplatz und das Baross-Wäldchen sind Zeugen dieser Zeit. Eine Husarenkaserne wurde mit Reitschule erbaut. Vom ersten Elektrizitätswerk an der Stelle der heutigen Petőfi Grundschule wurde seit 1905 Strom produziert. Zalaegerszeg blieb trotzdem eine Kleinstadt. Sie hatte 1900 zehntausend und 1920 dreizehntausend Einwohner. Eine bedeutende Industrie konnte sich nicht entwickeln. Trinkwasserleitungen und Kanalisation waren für die Stadt unfinanzierbar. Ihre Bevölkerungszahl hatte bis zum Anfang des Zweiten Weltkrieges kaum zugenommen, sie erhielt jedoch durch neue Bauten mehr städtischen Charakter. Dieser Epoche sind die Franziskanerkirche, das Nonnenkloster, die Villen der Kosztolányi Straße, das Rosenwäldchen und die  Einfamilienhäuser zwischen der Arany János und der Dózsa György Straße zu verdanken.

Die Stadt hatte sich von der materiellen Zerstörung des Zweiten Weltkrieges bald erholt, aber ihr Menschenverlust war beträchtlich. Nicht nur die im Krieg Gefallenen und in der Kriegsgefangenschaft Verstorbenen bedeuteten einen großen Schlag für die Stadt, sondern auch die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung, die etwa 10 % der Gesamtbevölkerung ausmachte, sowie die Abwanderung der am Leben Verbliebenen.

varostortenet_07In der Mitte des 20. Jahrhunderts hatte die Errichtung des Textilbetriebes für Oberbekleidung, der Molkerei und der Ölraffinerie eine große Veränderung bewirkt, und Zalaegerszeg gewann später durch verschiedene Betriebe in der Möbelindustrie, der Metallbearbeitung und der Lebensmittelindustrie weiter an Bedeutung. Die Bevölkerungszahl hatte sich bis 1990 vervierfacht. Nach 1960 begann der Ausbau der Stadtwerke; Wasser- und Gasleitungen, Abwasserkanäle kamen unter die asphaltierten Straßen. Seit den 1970-er Jahren sorgte die Vermehrung von Bildungs- und Kultureinrichtungen für Freude; moderne Schulen, Büchereien, Kulturhäuser und Museen wurden errichtet. In Zalaegerszeg wurde das erste Freilichtmuseum von Ungarn eröffnet, das später durch einen finnisch-ugrischen Park erweitert wurde, sowie ein bis heute einzigartiges Museum für Ölindustrie. Die Stadt hat seit 1983 ein nach Sándor Hevesi genanntes ständiges Theater. Hochschulbildung hatte sich in Zalaegerszeg angesiedelt, zuerst kamen Studenten an die Hochschule für Finanz- und Rechnungswesen, dann 1990 an die Medizinische Fachhochschule und heute erwartet auch schon die Filiale der Technischen Universität in Budapest ihre Studenten. Mehrere Sportmannschaften der Stadt spielen in der ersten Liga (Fußball, Basketball, Schach).

varostortenet_10Um 1990 erregte eine vorübergehende Stockung Besorgnis; mehrere Betriebe wurden stillgelegt, der Wohnungsbau hatte sich verlangsamt, die Bevölkerungszahl hatte gewissermaßen abgenommen. Nach 1995 hatten sich dann neue Industriezweige angesiedelt. Vor allem werden in der Elektronik-Branche viele Stadtbewohner und Leute aus dem Umland von Zalaegerszeg beschäftigt. Der Wohnungsbau kam nach 2000 erneut sichtbar in Schwung, die Verkehrssituation hatte sich verbessert und die städtischen Rekonstruktionsarbeiten werden fortgesetzt.

In den letzten Jahrzehnten sind nicht die Wohnsiedlungen weiter gewachsen, sondern die veralteten Häuser und Baublöcke der Innenstadt werden erneuert. Der historische Stadtkern ändert sich zu seinem Vorteil und verschönert sich, mit der Absicht, seine Traditionen jedoch größtenteils zu behalten.

varostortenet_11Neue Handelsbetriebe sind erschienen und die Stadt wird von – von vielen umstrittenen, das Angebot jedoch erweiternden – Supermärkten und Einkaufszentren umgeben. Die Bedingungen zum Sport haben sich verbessert; ein modernes Fußballstadion wurde errichtet und im Herbst 2004 eine Eishalle. Das See-Strandbad, der Campingplatz, das Urlaubsdorf sowie das Thermal- und Erlebnisbad auf dem Gebiet des Gébárti Freizeitzentrums dienen nicht nur der hiesigen Bevölkerung zur Erholung, Gesundheitserhaltung und zum besseren Wohlbefinden, sondern sie locken auch Besucher aus der Ferne an.

Nicht nur die immer zahlreicher werdenden Besucher und Besucherinnen empfinden Zalaegerszeg als eine angenehm bewohnbare und gemütliche Stadt, sondern auch der größte Teil der hier wohnenden und arbeitenden Menschen. Die 60.000 Stadtbewohner sind zu einer Gemeinschaft geworden und sind nicht nur nach den Daten ihrer Ausweise Bürger dieser Stadt, sondern sie bekennen sich auch in ihren Herzen dazu.

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